Solar- und Photovoltaik-Glossar

In dem folgenden alphabetisch geordneten Glossar finden Sie eine Sammlung von Begriffen rund um Solar und Pholtovoltaik. Falls es Begriffe gibt, die Ihnen in dieser Sammlung fehlen, freuen wir uns über eine kurze Nachricht von Ihnen unter der in der rechten Spalte angegebenen E-Mail-Adresse.

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A – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben A

AC (Wechselstrom)

Solarzellen  produzieren Gleichstrom (DC), der von einem Wechselrichter in Wechselstrom (AC) umgewandelt wird. So kann er in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Amorphe Siliziumsolarzelle

Eine amorphe Siliziumsolarzelle besteht aus einer sehr dünnen Siliziumschicht. Es ist eines der häufigsten Materialien, die zur Herstellung von Dünnschichtsolarzellen verwendet werden. Amorphe Siliziumsolarzellen haben einen geringeren Wirkungsgrad als kristalline Solarzellen, bieten aber Vorteile bei ungünstigen Lichtverhältnissen und bei hoher Materialtemperatur. Die Herstellung ist im Vergleich zu kristallinen Solarzellen kostengünstiger, da wesentlich weniger Materialien verbraucht und die aufwendige Herstellung von Wafern umgangen werden können.

Ampère

Ampère (A) ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Multipliziert man die Stromstärke (Ampère/A) mit der Spannung (Volt/V), dann ergibt dies die Leistung (Watt/W).

Anlagenplanung

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage planen, müssen einige Fragen beantwortet werden: Wie viele Module können verschattungsfrei installiert werden und welche Anlagenleistung wird benötigt? Welcher Wechselrichter  und welche Module sind optimal? Bis wieviel Gewicht ist ihr Dach belastbar, und welche Befestigungsmöglichkeiten hat man? Kabelwege? Rechnet sich ein Batterie-Speichersystem?

Aufbau einer Photovoltaikanlage (Netzgekoppelt)

Solarmodule (Generator), produzieren Gleichstrom (DC). Dieser wird über geeignete Kabel zu einem Wechselrichter geleitet. Dieser wandelt den Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um. Von dort wird der Wechselstrom (AC)  über den Netzanschluss des Gebäudes in das örtliche Stromnetz eingespeist. In einem separaten Einspeisezähler wird die eingespeiste elektrische Energie registriert.

Aufdachmontage

In den allermeisten Fällen werden Photovoltaikanlagen auf dem Dach montiert. Im Gegensatz zur Indachmontage wird bei der Aufdachmontage die bestehende Dachhaut beibehalten. Um die Abdichtungs- und Schutzfunktion beizubehalten, werden die Solarmodule auf einem Montagesystem über der Dacheindeckung installiert.

Azimutwinkel

Auf der Nordhalbkugel werden Photovoltaikanlagen um einen hohen Ertrag zu erzielen, möglichst nach Süden ausgerichtet. Der Azimutwinkel beschreibt die Abweichung der Generatoren von der Südrichtung zur Ost-West-Ausrichtung. Wenn die Fläche genau nach Süden ausgerichtet ist, beträgt der Azimutwinkel 0°. Der Azimutwinkel wird in Richtung Westen positiv und bei Ausrichtungen in Richtung Osten negativ.

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B – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben B

Batterie-Speichersysteme

Speichersysteme können den Solarstrom zwischenspeichern, wenn der Zeitpunkt der Erzeugung  vom Verbrauch im Haushalt abweicht. Mit der Speicherung kann der Eigenverbrauch erhöht werden. Speichersysteme kann man in zwei Varianten einteilen. Wenn sich die Batterie vor dem Wechselrichter befindet spricht man von einem  DC-gekoppeltes Batteriesystem.  Wenn sich die Batterie nach dem Wechselrichter befindet spricht man von einem  AC-gekoppeltes Batteriesystem. Tagsüber speichert die Batterie den überschüssigen Strom und gibt ihn in der Nacht oder in verschatteten Zeiten wieder ins Hausnetz ab.

Baugenehmigung

Für die Errichtung einer Dach Photovoltaikanlage benötigt man in der Regel keine Baugenehmigung. Da Freiflächenanlagen als selbstständiges Bauwerk einzuordnen sind, muß dies gesondert geprüft werden.

Bezugszähler

Der Bezugszähler ist der Stromzähler, der die Entnahme von elektrischer Energie aus allgemeinen Versorgungsnetz in Kilowattstunden (kWh) zählt.

Blindleistung

Blindleistung ist immer dann vorhanden, wenn Wirkleistung entsteht. Blindleistung verbraucht sich nicht und kann auch keine Arbeit leisten. Um die Netzintegration der erneuerbaren Energien zu optimieren, können Wechselrichter einer einspeisenden Photovoltaikanlage die Blindleistung, wie vom Netzbetreiber gefordert, kontrolliert bereitstellen.

Blitzschutz

Eine Photovoltaikanlage muß gemäß den gültigen Blitzschutznormen errichtet werden um dadurch die Photovoltaikanlage und andererseits auch die restliche Gebäudeinstallation selbst vor Schäden zu schützen.

Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur ist als Bundesoberbehörde für den Wettbewerb auf den fünf Netzmärkten Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnverkehr zuständig. Sie gewährleistet im Bereich Elektrizität dass Zugang und Nutzung des Energieversorgungsnetzes für alle Netznutzer fair gestaltet ist. Seit dem 1. Januar 2009 müssen Betreiber vor dem Netzanschluss Standort und Leistung von Photovoltaikanlagen an die Bundesnetzagentur melden, um die Einspeisevergütung zu erhalten.

Bypassdiode

Durch Laub, Verschmutzung oder Beschneiung können Solarzellen in einem Solarmodul abgeschaltet werden. Durch den  Strom  der übrigen Zellen der durch eine abgeschaltete Solarzelle hindurchfließt, kann sich diese bis zur Zerstörung erhitzen. Um diesen „Hot Spot Effekt“ zu verhindern, wird der Strom mittels einer Bypassdiode automatisch an diesen Zellen vorbeigeleitet. Üblicherweise hat ein Solarmodul zwei bis vier Bypassdioden.

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C – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben C

Cadmiumtellurid (CDTE)

Cadmiumtellurid (CdTe) ist ein Halbleiter der unter anderem in der Produktion von Dünnschichtsolarzellen eingesetzt wird. Der Vorteil von Dünnschichtsolarzellen besteht darin, dass das Sonnenlicht gut absorbiert wird. Das Dünnschichtmodul liefert unter ungünstigen Wetterbedingungen wie etwa bei Bewölkung oder schwachem, diffusem Licht sowie unter hohen Temperaturen sehr gute Erträge.

CIS-/CIGS-Solarzellen

CIS oder CIGS ist eine Form der Dünnschichttechnologie bei Solarzellen. Diese Solarmodule mit Dünnschichtsolarzellen bestehen aus mehreren Schichten von Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) oder Kupfer-Indium-Gallium-Schwefel-Selen. Aufgrund der sehr geringen Schichtdicke und dem daraus resultierenden deutlich geringeren Materialverbrauch hat diese Technologie einen deutlichen Preisvorteil gegenüber kristallinen Solarzellen CIS-/CIGS Module haben einen Wirkungsgrad zwischen 10 und 13 %.

CO2-Bilanz

In ihrer Lebensdauer produziert eine Photovoltaikanlage deutlich mehr Energie als zu ihrer Herstellung benötigt wird, zudem wird während des Betrieb kein Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Mindestens 7 Tonnen CO2 werden im Laufe ihrer Betriebsdauer pro Kilowatt peak (kWp) installierter PV-Leistung vermieden.

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D – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben D

Dachneigung

Der Winkel eines Daches zur Horizontalen wird als Dachneigung bezeichnet. Bei Dachneigungen von 10° bis 50° werden die Solarmodule in der Regel parallel zur Dachfläche montiert. Bei Flachdächern und nur leicht geneigten Dächern werden die Solarmodule im Bereich von 13° bis 30° aufgestellt.

DC

(engl.: direct current, deutsch: Gleichstrom) Gleichstrom ist ein elektrischer Strom, dessen Polarität sich zeitlich nicht ändert.

DC-Trennstelle

Wenn Licht auf ein Solarmodule trifft, liegt bei einer Photovoltaikanlage bis zum Wechselrichter immer eine Gleichspannung an. Um die Gleichspannung der Module bei einem Notfall vom Wechselrichter abtrennen zu können, muss in jeder Photovoltaikanlage eine DC-Trennstelle eingebaut werden. Diese Trennstelle kann im Wechselrichter integriert, oder als externes Gerät verbaut sein.

Degression

Die Einspeisevergütung für neu zu bauende Photovoltaik Anlagen wird von Monat zu Monat abgesenkt. Ab dem  Zeitpunkt der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage wird diese dem Betreiber für 20 Jahre fest zugesichert.

Dreiphasige Spannungsüberwachung

Die dreiphasige Spannungs- oder Netzüberwachung ist im Wechselrichter integriert und überprüft ständig die Spannung aller drei Phasen. Bei Abfall der Spannungen unter einen Grenzwert, schaltet sie den Wechselrichter automatisch ab. Liegt diese wieder an, geht der Wechselrichter selbstständig wieder in Betrieb.

Dünnschichtsolarzelle

Dünnschichtzellen sind 100 mal dünner als mono- oder multikristallinen Siliziumsolarzellen. Dadurch wird Preissenkung von Solarzellen erwartet. Materialeinsparungund energieeffizientere Produktionsprozesse ermöglichen in naher Zukunft niedrigere Herstellungskosten.

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E – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben E

Eigenverbrauch von Solarstrom

Beim Eigenverbrauch von Solarstrom wird der erzeugte Strom teilweise oder vollständig vom Erzeuger genutzt. Zum einen ist es möglich, den erzeugten Strom direkt zu nutzen. Der überschüssige Strom aus dem System wird ins öffentliche Netz eingespeist. Liefert die Photovoltaikanlage weniger Strom als benötigt, wird dieser aus dem öffentlichen Netz bezogen. Zum anderen wird bei Speichersystemen der produzierte Strom in Batterien zwischengespeichert und steht auch dann zur Verfügung, wenn die Photovoltaikanlagen keinen Strom produziert.

Einspeisemanagement

Die Netzbetreiber sind unter bestimmten Voraussetzungen dazu berechtigt, die Einspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz vorübergehend abzuregeln wenn eine Überlastung der Netzeinrichtungen droht. Je nach Anlagengröße ist das Einspeisemanagement durch den Netzbetreiber gestaffelt

Einspeisevergütung

Die eingespeiste elektrische Energie aus einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage wird vergütet. Die Höhe der Vergütung wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt und ist auf 20 Jahre festgeschrieben.

Einspeisezähler

Der Einspeisezähler zählt die ins allgemeine Versorgungsnetz eingespeiste elektrische Energie der Photovoltaikanlage in Kilowattstunden (kWh).

Energetische Amortisation

Energetische Amortisation ist die Zeitspanne, die eine Solaranlage benötigt, um die für ihre Herstellung notwendige Energie selbst zu produzieren.  Bei Anlagen mit multikristallinen Siliziumsolarzellen liegt sie bei ca. 3 bis 6 Jahren, bei Dünnschichtsolarzellen bei ca. 2 bis 3 Jahren und bei monokristalliner Technik bei ca. 5 bis 7 Jahren.

ENS

Die ENS beinhaltet eine redundante Spannungs- und Frequenzüberwachung des Stromnetzes die den Wechselrichter dann selbstständig abschaltet, wenn das öffentliche Stromnetz defekt oder abgeschaltet ist.

Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG)

Im Jahre 2000 wurde das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) im Bundestag verabschiedet. Das EEG regelt den Vorrang erneuerbarer Energien durch die Abnahme und die Vergütung von Strom, der ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Die Vergütungssätze aus dem EEG werden jeweils für die Dauer von 20 Jahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres bezahlt.

Ertrag

Der Ertrag einer Photovoltaikanlage einer netzgekoppelten Anlage wird direkt am Einspeisezähler (in kWh) abgelesen. Die Erträge von Photovoltaikanlagen liegen durchschnittlich in Deutschland zwischen 900 und 1.000 kWh pro kWp und Jahr.

Europäischer Wirkungsgrad

Der Umwandlungswirkungsgrad eines Wechselrichters ist über den Leistungsbereich nicht konstant. Bei bewölktem Himmel arbeitet z.B. der Wechselrichter im unteren Teillastbereich mit schlechterem Wirkungsgrad. Handelsübliche Wechselrichter haben europäische Wirkungsgrade von ca. 92 bis 98 %.

EVU

Energieversogungsunternehmen (Netzbetreiber).

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F – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben F

Fassadenanlage

Eine Fassadenanlage ist eine an einer Gebäudefassade angebrachte Photovoltaikanlage. Senkrecht angebrachte , nach Süden ausgerichtete Solarmodule haben Ertragseinbußen von etwa 30% gegenüber einer Schrägdach-Photovoltaikanlage.

Flachdachanlage

Eine Flachdachanlage ist eine auf einem Flachdach installierte Photovoltaikanlage. Die Solarmodule werden in der Regel mit einer Neigung von 13° bis 30° aufgestellt. Dies nennt man Aufständerung. Je nach horizontaler Ausrichtung müssen zwischen den Ständerreihen entsprechende Lücken gelassen werden um eine gegenseitige Verschattung zu vermeiden.

Förderprogramme

Außer dem EEG gibt es andere individuelle Fördermöglichkeiten, wie z.B. günstige Darlehen der KfW (www.kfw.de) oder Förderprogramme für Batterie Speicher.

Freiflächenanlage

Eine Freiflächenanlage kann als fest montierte oder als nachgeführte Variante ausgeführt werden.

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G – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben G

Globalstrahlung

Die Globalstrahlung ist die Sonnenstrahlung auf eine horizontale Fläche. In Norddeutschland beträgt sie durchschnittlich etwa 950 kWh/m2 und in Süddeutschland etwa 1.085 kWh/m2.

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I – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben I

Inbetriebnahme

Der Anschluss einer Photovoltaikanlage ans Stromnetz darf nur von einer geprüften Elektrofachkraft durchgeführt werden. Nach einer Prüfung der Anlage wird sie in Betrieb genommen und wird abschließend vom Energieversorger geprüft und abgenommen.

Indachmontage

Bei der Indachmontage sind die Solarmodule in die Dachhaut integriert. Entweder wird die bestehende Dachhaut entfernt oder bei Neubauten oder Neueindeckungen die vorgesehene Modulfläche ausgespart. Wichtig ist eine gute Hinterlüftung der Solarmodule damit der Ertrag der Anlage nicht vermindert wird.

Ingot

Ein Ingot  besteht aus reinem mono- oder polykristallinem Silizium. Aus einem Block werden dünne Scheiben, sogenannte Waver geschnitten.

Inselsystem

Photovoltaik-Inselanlagen bestehen aus Solarmodulen, Laderegler, Akkus und evtl. einem Wechselrichter und sind netzunabhängig. Inselsysteme liefern Energie von den Modulen und den Energiespeichern. Inselsysteme werden oft eingesetzt, wenn kein Netzanschluss vorhanden ist, z.B. bei Garten-, Ferienhäusern und Hütten.

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K – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben K

KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Förderprogramme an, mit denen Solarstromanlagen finanziert werden können.

Klirrfaktor

Der Klirrfaktor ist Restwelligkeit des Ausgangsstromes eines Wechselrichters und damit die Abweichung des gelieferten Stromes eines netzgekoppelten Wechselrichters von der idealen Sinusform des Netzstromes.

Kurzschlussstrom

Der Kurzschlussstrom eines Solarmoduls wird im Datenblatt angegeben. Bei der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage werden die Kurzschlussströme der Teilanlagen gemessen. Der Kurzschlussstrom eines Solarmoduls oder Solargenerators ist annähernd proportional zur Sonneneinstrahlung.

kVA

Kilovoltampère (kVA) ist eine Maßeinheit für die elektrische Scheinleistung S. Sie wird bei Wechselgrößen in der elektrischen Energietechnik zur Kennzeichnung der Anschlussleistung von elektrischen Maschinen oder Transformatoren verwendet.

kWh

Eine Kilowattstunde ist die Leistung von einem Kilowatt über einen Zeitraum von einer Stunde. Der elektrische Energieertrag einer Photovoltaikanlage ist in der Regel in kWh angegeben.

kWp – KILOWATT PEAK

KILOWATT PEAK ist die maximale Leistung eines Solarmoduls oder eines Solargenerators unter Standard-Testbedingungen. Die Leistung eines Solarmoduls oder -generators bleibt im Betrieb meist unter der Spitzen- oder „Peak“-Leistung, da Standard-Testbedingungen aufgrund der in der Praxis höheren Betriebstemperatur der Photovoltaikmodule nur selten erreicht werden,. 1 kWp = 1.000 Wp (Watt peak).

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L – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben L

Leerlaufspannung

Wenn der Strom (I) gleich Null ist, ist die Leerlaufspannung die maximale Spannung in einem elektrischen Stromkreis. Sie ist ist abhängig von der Temperatur der Module.

Leistungsgarantie

Die Leistungsgarantie ist eine Garantie der Modulhersteller auf die Leistungsfähigkeit der Solarmodule. In der Regel werden 80% der Leistung auf 20 oder 25 Jahre und evtl. 90% der Leistung auf zehn oder zwölf Jahre garantiert. Im Falle eines Abfalls der garantierten Leistung, ist der Modulhersteller verpflichtet, z.B. die fehlende Leistung nachzuliefern oder Ersatzmodule bereitzustellen.

Leistungstoleranz

Die Hersteller von Solarmodulen geben Toleranzen der Nennleistung eines Solarmoduls an, in dem die Leistungen der einzelnen Solarmodule liegen müssen. Sehr geringe Toleranzen liegen beispielsweise bei –0 bis +3%.

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M – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben M

Monokristalline Siliziumsolarzelle

Monokristalline Siliziumsolarzellen haben als Ausgangsmaterial ein aus einer Siliziumschmelze gezogenen Einkristall. Von diesem werden Siliziumscheiben heruntergesägt und dann im Zellherstellungsprozess zu monokristallinen Siliziumsolarzellen weiterverarbeitet, was etwas energieintensiver und aufwändiger ist.

Montagesystem

Solarmodule werden mittels Montagesystemen auf Dächern, Fassaden oder Freiflächen montiert.

MPP

Der maximum power point (mpp) ist der Arbeitspunkt der maximalen Leistung einer Solarzelle, eines Solarmoduls oder eines Solargenerators. Der Wechselrichter betreibt den Solargenerator immer in seinem optimalen Arbeitspunkt (MPP). Da sich der MPP eines Solargenerators bei wechselnden Einstrahlungsbedingungen und Temperaturen ändert, muss der Wechselrichter schnell und genau die Veränderungen des MPP nachregeln.

MPP-Tracker

Ein MPP-Tracker ist ein Ausstattungsmerkmal eines Wechselrichters. Dieser regelt die Spannung, damit der Wechselrichter immer am Maximum Power Point (MPP) arbeitet und damit den höchstmöglichen Ertrag liefert.

Multikristalline Siliziumsolarzelle

Multikristalline Siliziumsolarzellen werden aus in in Blöcken gegossenes Solarsilizium herausgesägt und dann zu Solarzellen weiterverarbeitet. Der Wirkungsgrad einer multikristallinen Siliziumsolarzelle ist mit 15 bis 18% meist etwas geringer als der Wirkungsgrad monokristalliner Siliziumsolarzellen. Das Herstellungsverfahren ist aber kostengünstiger und weniger energieintensiv.

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N – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben N

Nachführung

Eine Nachführanlage für Solarmodule folgt dem Stand der Sonne bzw. dem Helligkeitsmaximum damit diese optimal zur Sonne stehen.

Netzbetreiber

Der Netzbetreiber unterhält und betreibt das öffentliche Stromnetz. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet den Netzbetreiber, den von der PV-Anlage erzeugten Strom vorrangig abzunehmen und zu vergüten.

Netzeinspeisung

Wenn der produzierte Strom einer Photovoltaikanlage ganz oder teilweise in das lokale Stromnetz geleitet wird, so spricht man von Netzeinspeisung oder Netzkopplung.

Netzgekoppelte Anlage

Eine Photovoltaikanlage, die an das örtliche Stromnetz oder Hausnetz angeschlossen ist und den erzeugten Strom an einen Netzbetreiber verkauft, wird als netzgekoppelte Anlage bezeichnet. Eine Anlage ohne Netzkopplung bezeichnet man als Inselsystem.

Netzüberwachung

Wenn Licht auf den Solargenerator fällt produziert eine Photovoltaikanlage immer Strom. Bei arbeiten am Stromnetz könnte es eine Gefahr für das Servicepersonal des Netzbetreibers darstellen, wenn eine netzgekoppelte Anlage weiterhin Strom ins Netz einspeisen würde. Eine Netzüberwachungseinrichtung im Wechselrichter kontrolliert deshalb ständig, ob das Stromnetz intakt ist und schaltet diesen sofort ab, wenn dieses abgeschaltet wird oder ausfällt.

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O – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben O

Optimale Ausrichtung einer Solaranlage

Eine Solaranlage sollte optimalerweise möglichst genau nach Süden ausgerichtet und um etwa 30° geneigt sein. Bei Abweichungen von bis zu 30° nach Südwest oder Südost sinkt der Ertrag um ca. 5 bis 10%.

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P – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben P

Performance Ratio

Über die Performance Ratio kann man die Effektivität einer Photovoltaikanlage zu anderen netzgekoppelten Anlagen an verschiedenen Standorten weltweit vergleichen. Üblich ist eine PR von 70 bis 75% ist für netzgekoppelte Anlagen in Mitteleuropa.

Phasenverschiebung

Die Phasenverschiebung ist ein Begriff der Physik und Technik und definiert die Verschiebung der Nulldurchgänge von zwei Sinusschwingungen bei elektrischem Strom.

Photovoltaik

Photovoltaik wandelt Strahlungsenergie direkt in elektrische Energie um. Die Strahlungsenergie, die auf einen dotierten Halbleiter aus meist Silizium trifft, setzt in diesem elektrische Ladungsträger frei, die über die elektrischen Kontakte in einem äußeren Stromkreis genutzt werden können. In dieser Weise vorbehandelte Halbleiter werden als Solarzellen bezeichnet.

Potenzialausgleich

Beim Potenzialausgleich einer Photovoltaikanlage versteht man die Verbindung aller elektrisch leitenden Gehäuseteile (Wechselrichter etc.) und Installationseinrichtungen (Solarmodulrahmen, Montagesystem) mit dem Gebäudepotenzialausgleich.

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S – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben S

Scheinleistung

Die Scheinleistung ist die elektrische Leistung, die einem Verbraucher zugeführt wird. Scheinleistung ergibt sich aus Wirkleistung und Blindleistung.

Schrägdach

Ein Schrägdach kann mit vielfältigen Dacheindeckungen versehen sein. Unverschattete Schrägdächer, die mit ihrer Fläche nach Südwest bis Südost weisen, sind sehr gut zur photovoltaischen Stromerzeugung geeignet.

Silizium

Silizium wird aus dem Rohstoff Siliziumoxid (Sand) gewonnen wird und kann zu monokristallinem, multikristallinem und amorphem Silizium verarbeitet werden. Silizium ist ein Halbleiter, der für die Elektronikindustrie und die Photovoltaik eine wichtige Rolle spielt.

Solaranlage

Eine Solaranlage ist eine Anlage zur Umwandlung der Sonnenenergie in eine Nutzenergie. Es gibt thermische Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Photovoltaikanlagen sind Solaranlagen zur Stromerzeugung.

Solargenerator

Die Summe der Solarmodule einer Photovoltaikanlage werden auch als Solargenerator bezeichnet.

Solarmodul

Eine Solarzelle mit einer front- und rückseitigen Schutzabdeckung bezeichnet man als Solarmudul. Die frontseitige Abdeckung ist meist eine gehärtete Glasscheibe mit guter Lichtdurchlässigkeit. Die rückseitige Abdeckung wird häufig mit einem Folienverbund oder ebenfalls einer Glasscheibe realisiert. Solarmodule sind in gerahmter oder ungerahmter Ausführung erhältlich. Die Anschlussdose mit bereits angeschlossenen Solarkabeln und berührungssicheren Steckverbindern erleichtert die Installation.

Solarzelle

In der Solarzelle wird Strahlungsenergie in elektrische Energie umgewandelt. Eine einzelne Solarzelle hat in der Regel eine Arbeitsspannung von ca. 0,5 Volt und wird mit vielen weiteren Solarzellen zu einem Solarmodul elektrisch in Reihe geschaltet.

Standard-Testbedingungen

Standard-Testbedingungen (STC engl.: Standard Test Conditions) – stellen die Rahmenbedingungen dar, unter denen die Leistung eines Solarmoduls im Labor gemessen und angegeben wird.

Strang  oder String

Um den richtigen Spannungsbereich für den Anschluss an den Wechselrichter zu erreichen werden mehrere Solarmodule in Stränge hintereinandergeschaltet. Mehrere Stränge können an einen Wechselrichter oder separaten Generatoranschlusskasten angeschlossen werden.

Systemnutzungsgrad

Der gesamte Wirkungsgrad eine Photovoltaikanlage wird als Systemnutzungsgrad bezeichnet und stellt dar, wie viel Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt wurde.

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T – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben T

Temperaturkoeffizient

Sowohl die Spannung als auch der Strom und somit auch die Leistung eines Solarmoduls sind abhängig von der Betriebstemperatur der Solarzelle. Der Temperaturkoeffizient gibt an, in welchem Maße sich die jeweilige Größe mit der Temperatur verändert. Je niedriger der Temperaturkoeffizient ist, umso weniger stark fällt die Leistung des Solargenerators bei Hitze im Sommer ab.

Transformator

Wechselrichter wandeln Gleichstrom in Wechselstrom um. Um die Spannung an die des Netzes anzupassen, besitzen viele Wechselrichter einen Transformator (Trafo). Es ist aber auch möglich, einen Wechselrichter ohne Trafo zu betreiben. Diese trafolosen Geräte haben einen höheren Wirkungsgrad und erwirtschaften daher in der Regel einen höheren Ertrag.

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U – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben U

Unterkonstruktion

Photovoltaik Module werden mittels einer Unterkonstruktion auf einem Dach befestigt. Je nach Dachart oder Dacheindeckung kommen verschiedene Unterkonstruktionen zum Einsatz.

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V – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben V

Verschattung

Die vollständige oder teilweise Verschattung des Solargenerators hat starke Auswirkungen auf den Ertrag. Deshalb ist es schon bei der Planung wichtig, darauf zu achten, dass die Solarmodule möglichst zu jeder Tageszeit unverschattet bleiben.

Versicherung

Photovoltaikanlagen können in die bestehende Gebäudeversicherung mit aufgenommen werden. Es kann auch eine spezielle Solarversicherung abschlossen werden. Als zusätzliche Absicherung bieten manche Versicherungen eine Ertragsausfallversicherung für Stillstandszeiten der Anlage an.

Volt

Elektrische Einheit (in V) für Spannung (U)

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W – Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben W

Wafer

Wafer sind dünne runde oder quadratische Siliziumscheiben mit einer typischen Dicke von 180 bis 300 Mikrometer (µm) und bilden die Grundlage für die Herstellung von Solarzellen. Aus den Wafern werden in mehreren Bearbeitungsschritten Solarzellen hergestellt, die für die Fertigung von Solarmodulen notwendig sind.

Watt

Elektrische Einheit für die Leistung (W) (Volt, Ampère)

Wechselrichter/Insel

Der Wechselrichter in einem Inselsystem ermöglicht den Anschluss von Wechselstromverbrauchern. Dieses geschieht meist unter Einbeziehung von Speicherelementen (z.B. Batteriespeicher).

Wechselrichter/Netz

Der Netzwechselrichter wandelt den vom Solargenerator produzierten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um, damit damit dieser in ein Netz eingespeist werden kann.

Wh

Einheit für Wattstunde. 1.000 Wattstunden (Wh) entsprechen einer Kilowattstunde (kWh).

Wirkleistung

Die Wirkleistung ist die nutzbare elektrische Leistung. Die Wirkleistung wird in der Einheit Watt (W) angegeben. Bei Gleichspannung ist die Wirkleistung gleich der Scheinleistung.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt die Effektivität der Energieumwandlung in Solarmodulen und Wechselrichtern wieder.

Wp

Einheit für Wattpeak. 1.000 Wattpeak (Wp) entsprechen einem Kilowattpeak (kWh).

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